Die innere Stärke nutzen

Beständigkeit wird in unserem heutigen beruflichen Kontext immer mehr zum Fremdwort. Vielmehr sind es die permanenten Veränderungen in Organisationen und die damit verbundene persönliche Ungewissheit und Unsicherheit, mit denen wir uns konfrontiert sehen. Die Reaktion darauf ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

Es gibt Menschen, die mit scheinbarer Leichtigkeit auch die widrigsten Bedingungen bewältigen. Die Gründe zu eruieren, war und ist Gegenstand von Forschungen, welche 1955 mit einer Langzeitstudie auf einer hawaiianischen Insel begannen. 700 Kinder wurden über 40 Jahre hinweg begleitet, die allesamt unter sozial schwierigen Bedingungen aufwuchsen. Erstaunlicherweise zeigte ein Drittel dieser Kinder über den gesamten Untersuchungszeitraum keinerlei Verhaltensauffälligkeiten. Sie waren selbstbewusst, kommunikativ, leistungs- und zielorientiert.

Es ist die Fähigkeit zu innerer Stärke, die es ermöglicht sich steten Veränderungen und widrigen Umständen anzupassen – auch Resilienz genannt.

Folgende Schutzfaktoren zeichneten diese Personen aus:

  • Optimismus
  • Akzeptanz
  • Verlassen der Opferrolle
  • Übernahme von Verantwortung
  • Netzwerkorientierung (Soziale Kontakte)
  • Lösungsorientierung
  • Zukunftsplanung

Weiterhin zeigten die Studienergebnisse, dass diese Fähigkeit erlernbar ist. Resilienten Menschen ist es möglich, ihre Denk- und Verhaltensweisen positiv auszurichten und unterstützende Faktoren ihrer Umwelt gezielt zu nutzen.

Es gibt diverse Ansatzpunkte, an den oben genannten Themen zu arbeiten. Zur Anregung werden hier einzelne Elemente aufgegriffen und vorgestellt, wie sie bearbeitet werden können.

Die inneren Antreiber ausbalancieren

  • Welche Glaubenssätze treiben mich an?
    (Beispiele für Antreiber/Glaubenssätze: Sei perfekt; Streng dich an; Es gibt immer eine Lösung; Ohne Fleiss kein Preis etc.)
  • Mit welchen Sätzen vermittle ich mir Mut und Vertrauen?
  • Welche Personen haben bzw. geben mir kraftvolle, unterstützende Überzeugungen?
  • Von welchen Glaubenssätzen möchte ich mich lösen und stattdessen die positiven Elemente nutzen?
  • Was genau packe ich an?
Mein Netzwerk

  • Welche mir wichtigen Ansprechpartner habe ich?
  • Wie ist die (Beziehungs-)Qualität zu ihnen?
  • Welche Beziehungen möchte ich stärken, ausbauen, verbessern?
Ressourcenaktivierung

  • Was motiviert mich? Was tue ich gerne?
  • Was war mein letzter „brillanter“ Moment bei der Arbeit und welche meiner Stärken haben dazu beigetragen, dass er so besonders war?
Mein Umgang mit Veränderungen

  • Wie bin ich bisher mit unerwarteten Situationen umgegangen?
  • Wer oder was hat mir geholfen, diese zu bewältigen?
  • Was davon kann ich für die aktuelle Situation nutzen?

 

Quelle: Handbuch Resilienz-Training, Sylvia Kéré Wellensiek

###

Möchten Sie mehr über Resilienz und resiliente Teams erfahren, dann besuchen Sie unseren vSKP Event: Resilienz – Aufbau von widerstandsfähigen Teams am 24. September 2014 in Zürich-Oerlikon.
Mehr Informationen erhalten Sie hier.
Werbebanner_vSKP Event_24 September 2014_280x70